4. Dezember 2011

Tafelspitz nach Plachutta-Art

Autor: Martin

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War ja vor einiger Zeit mal in Wien und hatte dort die Gelegenheit mal im Plachutta zu dinieren. Mensch was war das ein Erlebnis. Der Laden an sich ist nun nicht so der Wow-Faktor – das Essen aber schon.

Der Slogan “Wo der Tafelspitz zuhause ist!” läßt ja tief blicken und versprochen haben sie damit auch nicht zuviel. Das haben die Herren (und Damen?) in der Küche da wirklich drauf. Auch die Aufmachung des Essens ist klasse: In kupfernen Töpfen kommt das Essen daher, der Tafelspitz in der Suppe zusammen mit Bratkartoffeln und dem “Kren” – österreichisch für Meerrettich.


Das Geheimnis eines Tafelspitz ist einfach dass man diesen nicht aus der Suppe rausnehmen darf. Erst wenn`s gegessen werden soll nimmt man den Rinderbraten aus der Suppe – sonst wird er trocken und zäh.


Die Zubereitung ist relativ aufwändig. Man braucht Zeit und zudem sollte man auch nur für mehrere Teilnehmer kochen. Ein Tafelspitz ist gemeinhin etwas größer und bevor man sich dran überfrisst lieber die Familie oder Freunde damit beglücken.

Also beginnen wir mal mit der Zutatenliste….

Für den Tafelspitz

  • Tafelspitz, Menge nach belieben, gerne noch mit Fettrand
  • Suppengemüse (Möhren, Sellerie, Porree, Petersilie)
  • gelbe Rübchen
  • Petersilienwurzel
  • eine Zwiebel
  • 10-15 Pfefferkörner
  • Markknochen vom Rind
  • Lorbeerblatt
  • nach belieben Liebstöckel

Die Zwiebel muss nicht zwingend geschält werden. Nur sauber sollte sie sein. Wer`s mag schält sie halt – Geschmackssache. Auf dem Herd (Gas macht sich hier etwas schwer) die Zwiebel auf Alufolie anbräunen. Stinkt bischen – muss aber so. Dann das Fleisch und die Markkknochen mitsamt der Zwiebel und dem Lorbeerblatt in einen großen Topf geben und Wasser drauf bis es bedeckt ist und alles aufkochen. Den Schaum immer fleißig abschöpfen. Bei niedriger Hitze (es sollte nur simmern – nicht direkt feste kochen) dann je nach Fleischgröße zwischen 2 und 3 Stunden köcheln.

Um eine besonders klare Brühe zu haben kann man die Brühe einmal durch ein Tuch filtern wenn kein Schaum mehr kommt. Aber schnell gemacht: Das Fleisch sollte nicht lange an der Luft liegen.


Ca. 20-30 Minuten, je nachdem wie bißfest man es mag, das Gemüse dazugeben und mitkochen. Ich mach es gern so, dass ich zweimal Gemüse beigebe. Einmal ne Stunde vor Garzeitende, dann rausfischen und dann nochmal 30 Minuten vorher das was man auch mitessen will. Ist zwar etwas verschwenderisch – aber bringt ungemein Geschmack. Poree und Petersilie kommt ja eh weg – die kann man auch am Stück lassen, dann kann man die besser rausfischen.

Besonders hübsch sieht es aus wenn man die Möhren und die gelben Rübchen einfach nur in ganze Scheiben schneidet, evtl. sogar schräg damit sie größer sind. Wenn alles gar ist dann abschmecken mit Salz und Pfeffer (und wem das nicht reicht mit Instant-Brühe, idealerweise Bio). Dann kann serviert werden. Bischen Schnittlauch und frische Petersilie rüber und dann Guten Appettit.

Bitte unbedingt drauf achten: Das Fleisch wirklich nur kurz vor dem servieren schneiden: in dünne Scheiben. Den Rest gleich wieder in die Brühe und was auf den Teller soll auch gleich mit Brühe übergießen. Wird sonst trocken und zäh.


Mögliche Beilagen: Bratkartoffeln oder (ungesüßte) Eierkuchen

 

3 Kommentare zu “Tafelspitz nach Plachutta-Art”

  1. BiO Says:

    Tafelspitz ist einfach etwas wunderbares. Hatte über die Feiertage auch wieder das Glück damit verwöhnt zu werden :)

  2. Thorsten Says:

    Das stimmt, Tafelspitz ist wirklich sehr lecker. Das Rezept hört sich gut an, ich werde es am Wochenende mal nach kochen.

  3. Peterlein Says:

    Tolles Rezept, habe es selber am Wochenede schon ausprobiert. Ich habe bereits schon verschiedene Rezepte zum Thema Tafelspitz ausprobiert, dieses Rezept war neu. Fleisch bleibt schön saftig in der Suppenbrühe. Ein Genuß!

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